Station 10: Römischer Viergötterstein

 
 

Der römische Viergötterstein ist Zeugnis, dass Nußdorf bereits zur Römerzeit besiedelt war. Er wurde in der Umgebung der Kirche gefunden und außen an der Nord-Ost-Ecke der Evangelischen Johannes-Kirche verbaut.

Viergöttersteine bilden die Basis einer sogenannten Jupitergigantensäule, die zu einer römischen Villa Rustica (römischer Gutshof) des 3./4. Jahrhunderts gehörte. Auf den vier Seiten des Steines sind die Götter Juno, Jupiter, Minerva und Herkules abgebildet.

Der Viergötterstein wurde 1822 erstmals wie folgt beschrieben: »zu Nußdorf bey Landau befindet sich an einem Eck des Thurmes ein sehr wohl erhaltener Altarstein eingemauert, dessen beiden sichtbaren Seiten den Herkules und die Juno vorstellen«. Beylage zum Intelligenz Blatt des Rhein Kreises, 1823, No 1.



Station 11: Nußdorfer Johannes-Kirche


Die Nußdorfer evangelische Kirche wird 1289 erstmals erwähnt. Vermutlich gab es einen Vorgängerbau aus der Zeit der Römer. Der Chor ist der einzig erhaltene Teil der mittelalterlichen Kirche. Das Langhaus im barocken Stil stammt aus dem 18. Jh. Und der Turm erhielt seine jetzige Form 1855/56.

Eine der Besonderheiten der Kirche ist der Chor mit seinen kunsthistorisch bedeutenden Wandmalereien aus dem 15. Jh. Diese waren übermalt, wurden 1911 bei Restaurierungsarbeiten entdeckt und freigelegt. Dargestellt sind z. B.: Petrus, Thomas, die Hl. Margareta und andere; die Symbole der Evangelisten Matthäus (Engel), Markus (geflügelter Löwe), Lukas (geflügelter Stier) und Johannnes (Adler).

 

Foto: Norico Faust



Station 12: Kapelle St. Nepomuk

 

Foto: Norico Faust
 

Die katholische Kapelle im neoromanischen Stil wurde 1910 gebaut. Der Saal des Gebäudes ist aus Quadersteinen errichtet; nach Osten hin erschließt sich der dreiseitig geschlossene Chor.

Vor dem Bau der Kapelle hatten die katholischen Nußdorfer keine eigene Kirche. Sie hielten ihre Gottesdienste in der Evangelischen Johannes-Kirche ab, die – vermutlich ab ca. 1780 – ein Simultaneum war. Simultaneum bedeutet, dass ein Gotteshaus verschiedenen Konfessionen offensteht.