Station 7: Dorfplatz »Am Kohlwoog«


Der Dorfplatz auf der Kirchstraße wurde 1997 als Stätte der Begegnung eingeweiht. Dort wird u. a. der 1. Mai gefeiert. Auf dem Platz gibt es einen alten Dorfbrunnen aus Gusseisen; das Wasser fließt in Becken aus großen Sandsteinen.

In früheren Zeiten besaß der Platz eine offene, große Wasserfläche und war Dorflache und Entenweiher. Als Weiher tränkte er das Großvieh und als Wasserquelle diente er der Brandlöschung. Die Sandsteine wurden bis ins 20. Jahrhundert als Waschbank genutzt. Auf dem Platz war auch eine überdachte Eichstation für die Nußdorfer Winzer angelegt.

Zum Namen »Am Kohlwoog«: Aus einem pfälzischen Wörterbuch ist zu entnehmen, dass Woog für ein größeres, meist künstlich aufgestautes Gewässer, Teich, Weiher oder auch feuchtes Wiesenland steht. Mit Kohl ist der Gemüse-Kohl gemeint.


Station 8: Der Nußdorfer Pfarrer Johann Georg Lehmann (1797–1876)


Johann Georg Lehmann war 30 Jahre lang Pfarrer in Nußdorf. Er war zugleich ein bedeutender Historiker der Pfalz. Er schrieb zahlreiche Werke auf der Grundlage von Urkundenstudien, die auch heute noch von Historikern zu Rate gezogen werden.

Lebensdaten: Lehmann wurde am 24. Dezember 1797 in Dürkheim geboren, studierte Theologie in Heidelberg und war dann Pfarrer u. a. in Wachenheim, Altleiningen und Kerzenheim. 1846 kam er schließlich nach Nußdorf; ab dieser Zeit enstanden seine historischen Werke. Lehmann war auch politisch engagiert. Er reichte 1848 eine Denkschrift an die Deutsche Nationalversammlung ein, um die Gleichbehandlung der Juden zu unterstützen.

Lehmann starb 1876 in Nußdorf. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Nußdorfer Friedhof und wird von Nußdorfer Bürgerinnen und Bürgern gepflegt. Ein Teil des Bauernkriegshaus-Museums ist die Pfarrer-Lehmann-Stube, in der ein Teil seiner Werke und Alltagsgegenstände ausgestellt werden. Darüber hinaus wird Lehmann gewürdigt durch die Namensgebung der Pfarrer-Lehmann-Straße.

 


Station 9: Erdölförderung in Nußdorf


 

Foto: Norico Faust
 

Zur Verwunderung vieler Touristen, die sich angesichts der wippenden »Pferdeköpfe« fragen, was denn da gefördert wird: Es ist tatsächlich Öl!

Die Stationentafel vor dem Platz informiert in Text und Bild ausführlich über die Erdölgewinnung.